Ambulante Hilfen zur Erziehung

Ambulante Hilfen zur Erziehung bieten individuelle Beratung, Begleitung und Unterstützung in allen relevanten Lebensbereichen einer Familie – direkt vor Ort, in Freiburg und Umgebung. Ambulante Hilfen zur Erziehung stellen ein kontinuierliches Beziehungsangebot dar und umfassen regelmäßige, mehrfach wöchentliche Termine für einen Zeitraum von 6- 12 Monaten. Sie findet dabei in der unmittelbaren Lebenswelt der Familie oder des Jugendlichen statt und versuchen, auf Basis einer systemischen Sichtweise, das soziale Umfeld, bestehende Ressourcen und individuelle Fähigkeiten der beteiligten Personen mit einzubeziehen. Das Grundprinzip dieser Arbeit ist stets die Hilfe zur Selbsthilfe.

Inhalte, Dauer und Umfang der Hilfen erarbeiten die zuständige Fachkraft des Jugendamtes (KSD) und die Familie in einem Hilfeplangespräch, dessen Protokoll als Arbeitsgrundlage der Familienhelfer*innen oder des Erziehungsbeistandes gilt.

Die Motivation und Bereitschaft der Familie oder des Jugendlichen, aktiv am Hilfeprozess teil zu nehmen und die aktuelle Lebenssituation verändern zu wollen, werden als Grundlage vorausgesetzt.

Um eine möglichst passende Unterstützung anbieten zu können, hält die „Jugendarbeit im JHW“ vier verschiedene Hilfeformen bereit:

Integrative Soziale Gruppenarbeit (§29 SGB VIII)
Wöchentliche Teilnahme an einer sozialpädagogischen Gruppe in der Jugendarbeit sowie wöchentliche Einzeltermine mit zusätzlicher Fachkraft (Verzahnung Einzelfallhilfe und Gruppenarbeit, Eltern- und Familiengespräche)

Erziehungsbeistandschaft (§30 SGB VIII)
Regelmäßige, wöchentliche Treffen, individuell gestaltbar und am Hilfebedarf ausgerichtet.
Zusätzlich Eltern- und Familienarbeit.

Sozialpädagogische Familienhilfe (§31 SGB VIII)
Regelmäßige, wöchentliche Treffen, individuell gestaltbar und am Hilfebedarf ausgerichtet.
Einbezug der Kinder in die Hilfe dem Alter entsprechend.

Hilfe für junge Volljährige (§41 SGB VIII)
Regelmäßige, wöchentliche Treffen, individuell gestaltbar und am Hilfebedarf ausgerichtet.
Übergeordnetes Ziel der Hilfe ist die Verselbstständigung.