Rückblick Saison 2017/18

Am Dienstag gab Jogi Löw seinen vorläufigen Kader für die anstehende Fußballweltmeisterschaft bekannt. Überraschend für viele benennt er mit Nils Petersen einen Spieler aus Freiburg. Der SC, nach 34. Spieltagen auf Platz 15 in der Bundesliga, hat 32 Tore geschossen. Nils Petersen erzielte 15 davon! Ein Happy End für den SC und eine neue Herausforderung für den Spieler, welcher bereits vor zwei Jahren im deutschen Olympiateam stand. Doch was ist in dieser Saison in Freiburg und im Fanprojekt noch alles passiert?

Wir konnten an allen Fachtagungen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte und an der Bundeskonferenz der Koordinantionsstelle der Fanprojekte teilnehmen und viele wichtige Erkenntnisse an unseren Standort mitnehmen um sie infolgedessen in unsere Arbeit einfließen zu lassen.

Begonnen hat die Saison bereits im Juli mit der Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League. Am 3. August war in Ljubljana klar, dass das internationale Geschäft vor dem eigentlichen Beginn, auch schon wieder beendet ist. Wir waren mit drei Mitarbeiter*innen vor Ort. Für Christoph eine sehr gute Option direkt intensiv in die Fanprojektarbeit reinzuschauen! Bei der Saisoneröffnung des SC hatten wir einen Stand an dem man kreativ sein und sich über unsere Arbeit informieren konnte. Zudem haben wir beim „Kick for Girls Aktionstag“ einen Kennenlern- und Mitmachstand angeboten. Trotz der angespannten Personalsituation ab Januar 2018 konnten wir alle Heim- und Auswärtsspiele des SC Freiburg begleiten. Zum Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen organisierten wir eine Fahrt für 6 Jugendliche. An der Auswärtsfahrt mit Übernachtung und Rahmenprogramm in München nahmen 7 Jugendliche teil. Dabei konnte das Grünwälder Stadion besichtigt und junge Fußballfans des SC Preußen Münster kennengelernt werden. Zu den Auswärtsspielen in Stuttgart, Frankfurt und Hoffenheim konnten gemeinsam mit dem Jugendclub des SC Fahrten für 120 Jugendliche angeboten werden.

Beim Heimspiel gegen RB Leipzig veranstaltete die Gruppe IWF bereits zum zweiten Mal ihr Spendival für Austria Salzburg im Fanprojekt. Dabei konnten sie dieses Mal sogar Gäste aus Salzburg für einen spannenden Vortrag gewinnen.

Fünf junge Frauen aus der aktiven Fanszene organisierten im Fanprojekt zwei Treffen für Mädchen und Frauen vor den Heimspielen, inklusive Brunch und Austausch in themenbezogenen Kleingruppen. Die Treffen waren ein großer Erfolg, die wir auch weiter unterstützen und inhaltlich begleiten wollen.

Auch Fanpolitisch war in Freiburg einiges geboten. Man setzte sich u.a. mit den Themen Videoassistent, fangerechte Anstoßzeiten und der 50+1 Regelung auseinander. Fans aus Freiburg übergaben vor der Mitgliederversammlung der DFL eine Unterschriftenliste zu Erhalt der 50+1 Regel an DFL-Präsident Dr. Reinhard Rauball auf der über 3000 Fanklubs, Dachverbände und Ultragruppierungen ihre Unterschrift zur Unterstützung der Initiative gesetzt hatten. Das Montagsspiel gegen den FSV Mainz 05 wurde von den Fans beider Vereine genutzt um am Samstag davor ein Fanspiel als kreatives Zeichen des Protestes im Mainzer Bruchwegstadion zu organisieren.

Im Fanprojekt fand die Lesung von Christoph Ruf zu seinem Buch „Fieberwahn“ statt. Gemeinsam mit Uwe Schellinger vom SC Archiv wurden immer wieder Veranstaltungen geplant und umgesetzt. Der Film „Exilfans“ wurde im Fanprojekt gezeigt, im Anschluss fand eine Diskussion zum Thema mit dem Regisseur und Mitgliedern des Fanclubs Spreewaldbobbele statt. Unsere Räumlichkeiten waren viel gefragt und standen den Fans für Gespräche oder zur Vorbereitung für Choreos Verfügung. Wir Mitarbeiter*innen hatten zahlreiche Anfragen von Fans für Einzelgespräche zur Klärung von persönlichen Themen. Unser Fußballtreff war gut besucht und wir hatten immer viel Freude euch beim Kicken zuzusehen und mit euch in der Halle zu zaubern. Auch in der kommenden Saison wollen wir das Angebot aufrechterhalten. Da es im Sommer in der Halle einfach zu heiß ist, suchen wir ab Juli einen neuen Platz an der frischen Luft!

Im März 2018 fand eine Bedarfs- und Erwartungsanalyse statt, deren Ergebnisse wir momentan nutzen um unsere Arbeit nochmals zu justieren. Eine Fachgruppe mit Expert*innen aus verschiedenen fachlichen Bereichen wurde gegründet, welche uns auf diesem Weg unterstützend begleitet.

So schauen wir trotz vieler Herausforderungen in der Saison 17/18 rückblickend auf ein gutes Jahr zurück, indem vieles angestoßen wurde und nun weiter entwickelt werden kann. Wir bedanken uns bei Euch allen für die hohe Bereitschaft auch selbst Verantwortung zu übernehmen und initiativ Veranstaltungen zu organisieren oder anzuregen und freuen uns schon auf die kommende Saison!

 

 

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